Schmöhe Georg

Der deutsche Dirigent Georg Schmöhe studierte bei Dean Dixon, Antonio Votto, Sergiu Celibidache, Franco Ferrara und Boris Blacher. Bevor er 1974 Generalmusikdirektor der Stadt Bielefeld wurde, war er Kapellmeister an den Opernhäusern in Bern, Essen, Wuppertal, Kiel und Düsseldorf, Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker und Generalmusikdirektor des Staatstheaters Kassel. Als Gastdirigent arbeitet er für zahlreiche führende Orchester. Seit 1. September 1997 leitet Georg Schmöhe das Tiroler Symphonieorchester-Innsbruck.

Den spektakulären Auftakt zu den 3. Bergfestspielen Seefeld bildet am 21. Juli Carmina Burana, die erotischen und satirischen Tanz- und Liebeslieder aus der Sammlung mittelalterlicher Lieder der Klosterbibliothek von Benediktbeuren aus dem 12. und 13. Jhd. Unter der musikalischen Leitung von Musikdirektor Georg Schmöhe werden Carl Orffs „Cantiones profanae“ mit der renommierten Württembergischen Philharmonie Reutlingen in der großen Orchestervariante mit Chor, Tänzern, Feuerkünstlern und Feuerwerk stimmungsvoll in Szene gesetzt.
Großes magisches Welttheater bietet die Schauspielproduktion Parzival. Tankred Dorsts dramatisches Szenarium führt die heldische Figur Parzival auf einen Weg aus dem finsteren Wald des Mittelalters bis in die Neuzeit und in unsere Gegenwart. Die Suche nach dem heiligen Gral und der alles erlösenden Erkenntnis wird auch zur Suche nach dem Ich und dem Erkennen seiner Selbst (27./28./31.7. und 1.8.).
Einen zeitlichen Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart spannen auch die Konzerte. Mit Inbetween, dem Trio Harald Köll, Andreas und Mathias Pichler wird das Parzival-Thema mittels Eigenkompositionen musikalisch interpretiert und verarbeitet (26.7.).
Eine ganz andere musikalische Reise verspricht die Gruppe Comin’ and Goin’. In ihrem multikulturellen und dynamisch-meditativen Musikkosmos trifft eine indische Sitar auf einen afro-brasilianischen Berimbau, während ein australisches Didgeridoo mit der koreanischen Tschanggo Zwiesprache hält (in Kooperation mit der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt der Weltreligionen“ am 25.7.)
Das Kasachische Kammerensemble, das 1991 auf Initiative der weltweit bekannten Violinvirtuosin Aiman gegründet wurde, spielt Werke u.a. von Rossini, Borodin, Grieg und Pärt (30.7.).
Besinnliches und Mystisches steht weiters auch beim großen Orgelkonzert mit Heiner Graßt und Musik von Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Saint-Saens, Meyer, Guilmant und Bovet in der Seefelder Pfarrkirche auf dem Programm (2.8.).
Das Abschlusskonzert Rosen aus Tirol, mit den schönsten Liedern aus Operetten und Musicals, gewährt bereits einen Ausblick auf das nächste Jahr. In diesem Sinne birgt es ein weiteres Mysterium... (3.8.)